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11.10.2017

Debut Lowpoint für Corina

Seit knapp einem Jahr spiele ich regelmässig bei den Blue-White Eagles Rollstuhlrugby. Gehört habe ich von dieser Sportart von einer Freundin und später von der Reiseleiterin meiner ersten Ferien im Rollstuhl. Als ich später das erste Spiel sah, dachte ich wow, das sind die Elitetetraplegiker. Das ist nicht meine Liga. Als dann vor einem Jahr das Probetraining beim Turnier in Embrach ausgeschrieben war, wollte ich das Ganze von nahem sehen. Der Rollstuhl war sehr wendig und ich kam schneller auf Touren als gedacht.


Da ich Sport seit meinem Unfall im Jahr 2013 sehr vermisste, wurde dass Training am Montag zur heiligen Sperrzeit. Bis zu diesem Zeitpunkt war ich hauptsächlich im Elektrorollstuhl und hatte weder Kraft noch Ausdauer. Seither hat sich einiges getan. Ich bin zwar immer noch mit Abstand die Hinterste im Training, doch immerhin die schnellste Frau (1/1). Mir gefällt die Mischung aus Kraft, Ausdauer, Taktik und Teamspirit. Nun bekam ich die Gelegenheit, mein erstes internationales Spiel in Karlsruhe zu spielen.  Es war ein ungewohntes Gefühl meinen Namen durch den Lautsprecher zu hören. Rugby wurde zu meiner neuen Passion und zum wirkungsvollsten Selbstständigkeitstraining. Obschon es bis zur Elite noch einige Hürden gibt, fühle ich mich sehr wohl und unterstützt.
Wie weit der Horizont entfernt ist, hängt von der Augenhöhe ab.

Bericht: Corina Hofmänner

Rss